„Musik wirkt unmittelbar auf die Sinne des Menschen, setzt Gefühle frei, vermittelt Freude, weckt schöpferische Kräfte. Musik verbindet Menschen miteinander und vermittelt Gemeinschaftserlebnisse“ ...

...dies sind die Gedanken, die bei Shinichi Suzuki zu einer tiefen Überzeugung gewachsen sind.
Suzukis Methode ist im Anfangsbereich genau auf die Möglichkeiten von kleinen Kindern abgestimmt:
In enger Anlehnung an die muttersprachliche Erziehung wird zunächst ganz auf das Notenlesen verzichtet.
Die Kinder erlernen ihr Instrument durch Hören, Beobachten, Nachahmen und Verbesserung durch ihren Lehrer.
Später, wenn das Kind in der Schule mit dem Lesen beginnt, wird die Notenschrift unterrichtet.
Eine Besonderheit der Suzuki-Methode ist die Forderung nach aktiver Einbindung der Eltern:
Sie nehmen in den ersten Jahren an allen Unterrichtsstunden ihres Kindes teil. So werden auch sie mit den Gesetzen des Instrumentalspiels vertraut und können ihr Kind besser unterstützen. Vorteile dieses Vorgehens zeigen sich in einem soliden instrumentaltechnischen Niveau der Kinder und ihrer positiven Einstellung ihrem Instrument und der Musik gegenüber.

Ziel von Suzukis pädagogischem Konzept ist es über das Medium Musik das Kind in seiner ganzen Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Auf spielerische Weise werden das Gedächtnis, die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit geschult. Zudem wird soziales Verhaltens in der Gruppe geübt und die Sensibilität dem Schönen bzw. der Kunst gegenüber geweckt.

Der Titel seines Hauptwerkes "Erziehung ist Liebe" verdeutlicht sein pädagogisches Vermächtnis, das auch zukünftig von seinen Lehrern weiter umgesetzt werden wird (vgl.: Deutsches Suzuki Institut, 1998).